Flexibilität von Arbeitszeit und Arbeitsort sowie veränderte Beziehungen in der beruflichen Zusammenarbeit entstehen im kreativen Umgang der Unternehmen mit sich verändernden Rahmenbedingungen.
In der aktuellen Ausgabe des Personal Center finden sich einige Beispiele und Tipps für Anpassungen.
Chancen für Flexibilisierung nutzen
Unternehmensspezifische Determinanten bestimmen Umfang und Verteilung von Arbeitsort, Arbeitszeit und Arbeitsform. Dies kann die Erreichbarkeit für die Kunden und Lieferanten sein, optimale Laufzeiten von Maschinen oder das Arbeitsaufkommen in der täglichen und saisonbedingten Verteilung.
Daneben spielen mitarbeiterspezifische Determinanten eine zentrale Rolle. Hierzu zählen Qualifikation, Erfahrung und Leistungsfähigkeit eines Mitarbeiters, aber auch dessen persönliche Lebensumstände.
Hier bieten sich Chancen für Unternehmen, Mitarbeiter langfristig und in verschiedensten Lebenssituationen zu binden und zugleich für höhere Flexibilität zu sorgen. Eine regelmäßige Überprüfung erfolgskritischer Faktoren lohnt sich, um sinnvolle Modifikationen vornehmen zu können. Ein Beispiel?
Gestaltung des Arbeitsortes
Jede Veränderung, gerade in solch kritischen Bereichen wie Arbeitszeit und Arbeitsort, bedarf einer sorgfältigen Analyse und Planung der Maßnahmen.
Ortsunabhängiges Arbeiten ist in Zeiten von Internet- und Telefonkommunikation über weltweit verfügbare und belastbare Netze denkbar, sofern Kommunikation den primären Arbeitsinhalte bildet. Entsprechende Arbeitsplätze können häufig problemlos ganz oder teilweise in Homeoffices verlagert werden. Wichtig ist dabei, den Schutz der Unternehmens- und Kundendaten zu gewährleisten.
Win-Win
So können Arbeitnehmer weiter im Berufsleben stehen, die phasenweise zu Hause stärker durch Kinder oder pflegebedürftige Angehörige gebunden sind und sonst vorübergehend gar nicht arbeiten könnten.
Das Unternehmen schafft sich Flexibilitäten, spart teilweise oder gänzlich auf die Kosten für Rekrutierung und Einarbeitung eines Vertreters und bindet gleichzeitig den im Homeoffice tätigen Mitarbeiter an sich.
Wenn Mitarbeiter nicht mehr unter der direkten Aufsicht des Vorgesetzten stehen, verändern sich zwangsläufig die Arbeitsbeziehungen. Aus der Praxis wissen wir, dass neben Selbständigkeit und Zuverlässigkeit des Mitarbeiters auch das Vertrauen der Führungskraft in die intrinsische Motivation und Leistungsbereitschaft des Mitarbeiters erforderlich ist.
Wandel der Führungsaufgaben
So werden sich mit zunehmender Flexibilisierung der Arbeitszeit auch neue, flexiblere Formen von Arbeitsbeziehungen und Führung bilden.
Dies geschieht beispielsweise, wenn Mitglieder eines Teams ohne Eingreifen eines Vorgesetzen die Arbeitszeiteinteilung selbständig untereinander absprechen, zu erledigende Aufgaben verteilen oder ganze Projekte selbst planen und durchführen.
Obgleich im Hinblick auf Mitarbeiterbindung als positiv zu bewerten, erfordert dies jedoch von jedem Einzelnen überdurchschnittliches Engagement für das erfolgreiche Realisieren des gemeinsamen Ziels sowie die Fähigkeit zu effizienter Zusammenarbeit.
Ob diese Vorgehensweise auch für Ihr Unternehmen geeignet ist oder eher andere Arbeitsformen überdacht werden sollten, ermitteln Sie durch die strategische Szenario-Analyse der erfolgskritischen Faktoren.
Den Artikel über Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort finden Sie im Monster Personal Center: Flexibilisierung: Schöne neue Arbeitswelt
Links:
- Flexibilisierung: Schöne neue Arbeitswelt
- Checklisten Mitarbeiterbindung